KAV

Katholischer Akademikerverband in der Erzdiözese Freiburg

Forum im KAV: NACHDENKEN GEFRAGT

In der Tradition des KAV in der Erzdiözese Freiburg will das Forum die Arbeit in den Ortsvereinigungen (OVen) des Verbandes ergänzen. Das Forum bietet eine weitere Möglichkeit, das Anliegen des Verbandes nach außen zu tragen und dem Anspruch seiner besonderen Verantwortung in der Gesellschaft zu entsprechen.

Angesichts der verbreiteten Infragestellung von Demokratie und Menschenrechten sollen vor dem Hintergrund der christlichen Grundausrichtung neben gewohnten Vortrags- und Gesprächsangeboten auch Themen ins Auge gefasst werden, die helfen können, Entwicklungen der Gegenwart einzuordnen. Die Vergangenheit wird befragt, um durch Nachdenken in der Gegenwart für die Zukunft zu lernen.

 

Um vorrangig die Ideen und das Anliegen der Besinnungstage des KAV weiterzuführen, bieten sich Vortragsreihen an, die offen gestaltet zu gemeinsamem Nachdenken und Fragen einladen.

 

»Wiedergelesen«

Referent*innen wählen ein Buch aus und stellen den Text und seine/n Autor*in vor

»Theologische Texte – neu gelesen«

Vortrag und Gespräch

 

Das Programm startet im Herbst 2017.

 

Veranstaltungen 2017:

Szenische Lesung

»Eli – ein Mysterienspiel vom Leiden Israels«

Nelly Sachs (1891-1970)

Mittwoch, 8. November 2017, 19.00 Uhr

Augustinum Freiburg, Weierweg 10, 79111 Freiburg

Eintritt:  8 Euro / ermäßigt 6 Euro / bis 16 Jahre frei

 

Textbearbeitung und Ausführung:

Renate Obermaier

Heinzl Spagl

(Theater im Marienbad)

Nelly Sachs, 1891 in Berlin als Kind jüdischer Eltern geboren, konnte 1940 der Deportation in die Todeslager gerade noch entgehen und sich zusammen mit ihrer Mutter nach Schweden retten. Sie übersetzte schwedische Lyrik ins Deutsche und schrieb weiter eigene Gedichte wie zuvor in Deutschland. 1965 erhielt sie den Friedenspreis des deutschen Buchhandels, ein Jahr später den Nobelpreis für Literatur. Am 12. Mai 1970 starb sie in Stockholm.

Das Mysterienspiel, das Drama Eli, spielt im Grenzland zwischen Polen und Deutschland. Der kleine Eli wird erschlagen, als seine Eltern zusammen mit den Juden eines polnischen Landstädtchens zur Deportation abgeholt werden. Nach dem Krieg macht sich Michael, der Schuhmacher, getrieben von der Erinnerung, auf die Suche nach dem Mörder des kleinen Eli. »Wenn er den Kopf nicht nach hinten geworfen hätte, so hätte ich ihn nicht erschlagen ....«. Damit gibt sich schließlich der Mörder zu erkennen.

Sie sind herzlich eingeladen, den Gedanken und Bildern von Nelly Sachs zu Mord, Erinnerung, Rache, Versöhnung mit Gott und den Menschen zu folgen.

 

Einladungs-Flyer als pdf ►

letzte Aktualisierung dieser Seite:

Di 8.8.2017 - 18.00 Uhr

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